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Internationale Literatur im Spiegel Ihrer Leserinnen und Leser

Bodo Kirchhoff - Seit er sein Leben mit einem Tier teilt

Vier Tage vor dem Höhepunkt des Sommers, dort, wo sich Arthur Schongauer, einst düsterer Deutscher in Hollywood-Filmen, nach dem Tod seiner Frau zurückgezogen: Jetzt will er nur noch mit seiner Hündin leben, mitten in alten Oliven oberhalb des Gardasees. Doch dann strandet eine Reisebloggerin beim Wenden in seiner Zufahrt, und am nächsten Tag erwartet er eine Autorin, die ihn mit einem Porträt aus der Vergessenheit holen will: Zwei Frauen mit Gespür für die Wunden in seinem Leben. In diesem gibt es zu viel tragische Konstellationen, die Figur ist übervoll mit Schicksalen, zwei Frauen, die mit einem tragischen Tod die Liebe beenden.

Nichts ist billig gemacht an diesem eindrucksvollen Roman, keine Erwartung, die geweckt wird, erleidet das triste Schicksal der Erfüllung. Kirchhoffs Erzählkunst verlässt nie die früh gewonnene Höhe und verwaltet klug und angemessen die vielen, in Kirchhoffs Werk wiederkehrenden Motive. Eines davon ist die Tiefe, in der man verlorengehen kann und andererseits das wiederzufinden sucht, was möglicherweise der Schlüssel zum eigenen Lebenselend sein könnte.
Die Teilnehmenden lesen das Buch zu Hause und sprechen darüber.

Die Teilnahme an dem Gesprächskreis kann jederzeit erfolgen. Sie kann sich auf einzelne Termine und/oder Bücher beschränken. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Folgetermin am 13. Mai 2024 geht es um: Iris Wolf - Die Unschärfe der Welt