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Das Sklaverei-Netzwerk

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Zur Veranstaltung : Das Sklaverei-Netzwerk
Die Sklaverei war eines der größten Verbrechen der Geschichte und zugleich ein globales Wirtschaftssystem, dessen Gewinne Europa nachhaltig geprägt haben. Doch wer profitierte alles davon wirklich? Und wie stark wirkt dieses Ausbeutungssystem bis heute nach? Die Dokumentation folgt den Geld- und Warenströmen des Sklavenhandels von Ghana über Barbados und Haiti bis nach London, Nantes und Berlin.
Neue Forschungen zeigen, wie weit die Verflechtungen reichten: Nicht nur Kaufleute und Plantagenbesitzer verdienten am Geschäft mit versklavten Menschen. Auch Banken, Versicherungen, Produzenten von Textilien, Metallwaren und Konsumgütern sowie Hunderttausende Händler, Kolonisten und Beschäftigte waren Teil eines Profitnetzes, das weite Teile Europas erfasste.
Der Film macht sichtbar, wie Vermögen aus der Sklaverei in Unternehmen und Institutionen fortwirkt, deren Ursprünge heute oft vergessen sind. Zugleich zeigt er, dass selbst Regionen fernab der Atlantikhäfen, - darunter auch deutsche Territorien – von der Nachfrage nach Waren für den Sklavenhandel profitierten. In Frankreich versuchen Dieudonné Boutrin und Pierre Guillon de Princé die Vergangenheit aufzuarbeiten – der eine ist Nachfahre von Versklavten aus Martinique, der andere von Sklavenhändlern aus Nantes.
Historiker, Nachfahren von Versklavten und Nachkommen ehemaliger Profiteure fragen heute nach Verantwortung, Erinnerung und Gerechtigkeit. Während in Europa und der Karibik eine neue Debatte über Reparationen entstanden ist, macht der Film sichtbar, wie eng das verdrängte Erbe der Sklaverei mit der Gegenwart verbunden ist.