Die Täter sind unter uns: Über das Schönreden der SED-Diktatur
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War die DDR nur halb so schlimm? Die Vertreter und Anhänger der SED-Diktatur versuchen bis heute, die Verbrechen des Regimes zu verharmlosen. Dabei waren Verfolgung, Rechtlosigkeit und Überwachung in der DDR allgegenwärtig.
Der Historiker und langjährige Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Dr. Hubertus Knabe, zieht in seinem Buch „Die Täter sind unter uns: Über das Schönreden der SED-Diktatur“ Bilanz: Die Täter blieben größtenteils unbestraft, die Opfer wurden nur unzureichend entschädigt. Die einstige Staatspartei der DDR, die SED, sitzt nach viermaliger Umbenennung als Die Linke im Bundestag.
Ein Bergedorfer Vorgang aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass die Verharmlosung der SED-Diktatur fortbesteht: Arnold Schoelzel, ein ehemaliger Stasi-IM und früherer Chefredakteur der kommunistischen Zeitung „Junge Welt“ sollte im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auftreten. Erst nach öffentlicher Kritik wurde die Veranstaltung abgesagt.
Gemeinsam mit der in Weimar geborenen FDP-Landtagsabgeordneten Anne Riecke sowie dem Lohbrügger Pastor i.R. Michael Schreiner sprechen wir darüber, wie das Wissen über das Unrecht an die junge Generation vermittelt werden kann. Schreiner war in der DDR in den 1970er-Jahren wegen „Republikflucht“ in Haft. Dort erlebte er, wie Gefangene eine NSDAP-Aufbauorganisation gründeten, die von der Anstaltsleitung geduldet wurde.
Moderation: Journalistin Sonja Jacobsen.
Anschließend signiert Hubertus Knabe die Neuauflage seines Buches.
Diskutieren Sie gern mit!
19:00 Uhr: Begrüßung
Sonja Jacobsen, Freie Autorin & Journalistin
19:05 Uhr: Impuls
Dr. Hubertus Knabe, Historiker
19:45 Uhr: Im Gespräch
Anne Riecke MdL, umwelt- und agrarpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag
Dr. Hubertus Knabe, Historiker
Michael Schreiner, Pastor i.R.
20:15 Uhr: Fragen aus dem Publikum
20:30 Uhr: Ende der Veranstaltung